Küchenrückwand Untergrund vorbereiten: So hält sie richtig

Das findest du im Video

Damit deine Küchenrückwand richtig haftet, muss der Untergrund sauber, trocken, fest und möglichst eben sein. Besonders wichtig ist die Reinigung hinter dem Kochfeld, weil Fett wie eine Trennschicht wirken kann.

Einige Farben und Tapeten haben Beschichtungen die die Haftung beeinträchtigen.

Wenn du unsicher bist, teste die Haftung vorher mit einem Aufkleber oder mit unserem Materialmuster.

Im Video erklären wir dir, wie du ungeeignete Untergründe vorbereitest, so dass sie sicher beklebt werden können und deine Rückwand dauerhaft darauf hält.

Zusammenfassung des Videos

Intro:

Unser elastischer PREMIUM Kleber ist sehr stark und hält auf jedem Untergrund, der beklebbar ist. (zeige 1Kg Gewicht an Premium KRW). Die PRO Variante hat einen schwächeren Kleber, der für glatte Oberflächen wie Fliesen geeignet ist. Dadurch kann die PRO Version rückstandslos wieder entfernt werden.

Nicht jeder Untergrund ist per se dafür geeignet, beklebt zu werden. Da es praktisch unendlich viele Kombinationen aus Material, Beschichtungen, und Zusätzen gibt, können wir nicht zu allen Untergründen pauschal sagen, ob es haftet.

Vor dem Verkleben musst du also immer vor Ort prüfen, ob dein Untergrund geeignet ist.

Das kannst du ganz einfach mit einem handelsüblichen Aufkleber machen, oder du benutzt unser Materialmuster.

Wenn das hält, hält auch unsere Rückwand.

Und ganz ehrlich: Viele Hersteller sprechen diese Themen gar nicht erst an und weisen nicht einmal in ihren Anleitungen darauf hin. Dabei betrifft die Eignung des Untergrunds alle selbstklebenden Rückwände.

Wir sind jedoch überzeugt, dass Transparenz und Vertrauen wichtig sind.

Sollte die Haftung bei dir nicht optimal sein, findest du im Folgenden alle wichtigen Hinweise und Tipps, damit es trotzdem funktioniert.

Tipp Eins: Es muss sauber sein:
  • Wenn sich die Klebeseite deiner Rückwand mit Staub oder Sand festsetzt, kann es natürlich nicht mehr an der eigentlichen Wand halten.
  • Nikotin aus Raucherhaushalten, Fettspritzer, besonders im Herdbereich, oder auch Seifenreste vom Reinigen, wirken für die Wand wie eine Trennschicht.
  • Wenn du einen Reiniger mit Lotuseffekt benutzt, kann das auch die Haftung verhindern.

Die Lösung ist aber einfach: Reinige deine Wand vorab gründlich mit Wasser und Spüli. Wasche Seifenrückstände mit Wasser weg. Für Nikotin nutzt du am besten Essigwasser oder einen speziellen Nikotinreiniger.

Wasser selbst ist übrigens unbedenklich für unseren Kleber, weil dieser wasserfest ist. Sobald das Wasser verdunstet ist, kann die Rückwand wieder zu 100% kleben. (Wasser auf Klebeseite wischen)

Zweitens: Der Untergrund muss fest sein:
  • Sand, Staub, Schimmel, und im Außenbereich Flechten und Pilze, lose Tapeten, oder auch blätternde Farben oder bröckelnder Putz sind natürlich schlecht für die Haftung: Wenn der Untergrund nicht richtig an der Wand hält, kann es die Rückwand natürlich auch nicht.

 

Abhilfe schafft hier, den Untergrund zu reinigen beziehungsweise zu erneuern. Das heißt lose Tapeten abziehen, bröckeligen Putz verspachteln usw. Recherchiere gerne im Internet wie es bei deinem Untergrund am besten funktioniert.

Wenn die Klebeschicht deiner Rückwand bereits von losen Teilen zugesetzt sein sollte, kannst du sie mit einem zusätzlichen Montagekleber erneut ankleben.

 

Tipp Drei: Neu verputzte, grundierte, oder gestrichene Wände:

…müssen in der Regel mindestens 24 Stunden trocknen. Die Endfestigkeit ist meistens erst nach 3 oder mehr Tagen erreicht.

Hier heißt es Geduld beweisen und abwarten.

Wenn du deine Wand frisch verputzt hast, und sich nach einer Weile Flecken auf der Wand bilden, ist das austretendes Bindemittel. Das muss vorab mit Schleifpapier oder einer Drahtbürste abgeschliffen werden. Zusätzlich könntest du hier noch mit Haftgrund grundieren.

Achte darauf, dass der Untergrund nach dem Verputzen, Streichen oder Tapezieren vollständig durchgetrocknet ist. Das kann je nach Situation gut und gerne mehrere Tage dauern.

 

Viertens: Tapeten

Der Kleber der PREMIUM Rückwände ist dafür ausgelegt um auf Tapeten zu halten. Unser patentierte Kraftkleber ist besonders gut für Raufaser Tapeten geeignet.

Wenn deine Tapete gestrichen wurde, ist die verwendete Farbe ausschlaggebend für die Haftung.

Alle Tapeten, die nicht gestrichen werden und bereits ein Motiv oder eine Struktur aufweisen, haben eine gewisse Beschichtung mit eingebaut. Diese Beschichtung fällt unterschiedlich stark aus und kann die Haftung erschweren. Dies betrifft insbesondere Tapeten aus Schaum, Lack, Vinyl, Glasfaser, Metalleffekt, oder auch bedruckte Vliestapeten.

Teste die Haftfähigkeit deiner Tapete vorab mit einem Aufkleber.

Falls es nicht so gut hält, raue die Tapete mit 100er Schleifpapier an. Wenn du nicht so viel schleifen willst, kannst du auch zusätzlich einen Montagekleber verwenden.

Bei so genannten „spaltbaren“ Tapeten kann die obere Tapetenschicht einfach abgezogen werden, wonach nur noch das Trägerpapier an der Wand bleibt. Probiere es bei dir am besten vorab an einer kleinen Stelle aus.

 

Fünftens: Anstriche

Auf normalen Wandfarben halten unsere Rückwände problemlos.

Aber Achtung; es gibt auch Farben mit Spezial-Eigenschaften. Diese lassen sich häufig nicht auf dem ersten Blick von normalen Farben unterscheiden. Teste die Haftung immer vorab mit einem Aufkleber.  

  • Bei Latexfarben, Dichtanstriche, und Effektfarben mit Glitzer, Schimmer, oder Hochglanz können Zusatzstoffe dabei sein, die die Haftung erschweren.
  • Auf Tapetenschutz, auch so genannte „Elefantenhaut“ oder „Tapetenhaut“, haftet definitiv nichts. Dies ist bei diesen Schutz-Anstrichen auch explizit so gewollt.

Unser allgemeiner Tipp bei kritischen Farben: Raue den Untergrund mit 100er Schleifpapier an, um die Tragfähigkeit des Untergrundes wiederherzustellen.

Ein Kunde, der Elefantenhaut bei sich an der Wand hatte, schrieb uns, dass er die Wand vorab mit Essig abgewaschen hat. Danach konnte er darauf wieder problemlos bekleben.

 

Andere Farben können die Haftung verhindern, weil sie selbst nicht so gut an der Wand haften und abblättern. Darunter fallen vor allem Silikatfarben und Abtönfarben:

  • Silikatfarbe hält nur auf mineralischen Untergründen, die vorab auch grundiert worden sein sollten. Silikatfarbe neigt dazu sehr fein abzubröckeln und setzt so die Klebeschicht der Rückwand zu.
  • Abtönfarbe ist sehr pigmentreich und muss immer im richtigen Farbsystem angemischt werden – also mit geeigneter Farbe von derselben Marke. Wenn Abtönfarbe nicht richtig abgemischt wird, kann sie leicht abblättern.

Schleife bei Silikat- und Abtönfarben zunächst die lose Farbe mit 100er Schleifpapier ab. Grundiere dann sicherheitshalber die Wand mit Haftgrund. Nachdem der Haftgrund getrocknet ist, kannst du es dann bekleben.

 

Nummer Sechs: Grober Putz

Unsere Rückwände halten wunderbar auf Putz.

Wenn du allerdings groben Putz mit vielen Tälern und Spitzen hast, wird die Klebkraft automatisch verringert, weil die Rückwand nur mit den hervorstehenden Körnern Kontakt hat. Dadurch verringert sich die Klebefläche und es hält automatisch weniger gut.

Manchmal ist dem Putz bereits werksseitig Farbe oder ein erhöhter Kalkanteil beigemischt – das ist vor allem bei Putzen der Fall, die auch für den Außenbereich geeignet sind. Dadurch kann die Tragfähigkeit des Untergrunds zusätzlich beeinträchtigt werden.

Wir empfehlen, die Vertiefungen mit Montagekleber zu füllen, damit das Material anschließend vollflächig anliegen kann. Alternativ kannst du den Untergrund selbstverständlich auch abschleifen oder verspachteln.

 

Nummer Sieben: Zu geringe Temperatur

Wenn der Untergrund im Winter zu kalt ist, kann dies auch zu schlechter Haftung führen.

Damit der Kleber aktiviert wird, ist immer eine gewisse Grund-Temperatur von etwa 20 Grad nötig.

Wenn eine Wand zum Beispiel durch geringe Isolierung sehr kalt ist, muss der Raum einmal gut aufgeheizt werden. Sobald der Kleber aktiviert ist und die Rückwand erst einmal klebt, hält es dann auch dauerhaft.

 

Achtens: Materialüberschuss

Wenn deine Rückwand zu lang geschnitten ist und gegen eine Ecke drückt, wie hier zum Beispiel am Oberschrank, kann sich die Rückwand nach ein paar Stunden oder Tagen dort wieder lösen. Das liegt daran, dass an solchen Stellen eine andauernde Spannung auf das Material wirkt, die die Rückwand in den Raum herausdrückt.

Wenn du bei dir zu viel Material an einer Stoßkante hast, kannst du es einfach mit einem scharfen Cutter kürzen. Dann hält es dauerhaft.

 

Achte beim Verkleben auch darauf, dass du keine Spannung in die Rückwand bringst.

Wenn sie an einer Seite schon klebt und du sie zum Beispiel nach oben korrigierst, klebt sie zwar auch erstmal so, aber nach einiger Zeit wird sich eine Blase bilden.

Das Phänomen kannst du an einem DIN-A4-Blatt testen: Wenn du es flach auf einen Tisch legst und es so in eine Kurve ziehst, entsteht genau so eine Blase.

Wenn es erstmal dazu gekommen ist, ist Abhilfe leider schwer.

Du musst versuchen die Rückwand wieder zu lösen und am besten neu zu verkleben. Falls der Kleber beim Ablösen kaputt geht, klebst du die Rückwand mit einem Montagekleber wieder an.

Alternativ kannst du versuchen trotz der Spannung die Blase mit starkem Montagekleber fest zu kleben. Während der Trocknung muss die Stelle dann aber auch mehrere Stunden von vorne gegen die Wand gedrückt werden.

Nummer Neun: Auf eine Platte montieren
  • Wenn dein Untergrund zu kaputt ist, und du keine Lust auf großartige Aktionen hast, nimmst du einfach eine Trägerplatte und klebst die Rückwand darauf.
  • Trägerplatten gibt es in Baumärkten, zum Beispiel aus Alu-Dibond, Plexiglas.
  • Bei furniertem Holz und OSB-Platten musst du die Klebkraft vorab testen, da diese Materialien häufig beschichtet sind. Wenn es schlecht hält, empfiehlt sich eine Grundierung mit Haftgrund. MDF-Platten können zum Abblättern neigen und sollten in der Regel ebenfalls grundiert werden.
  • Die Trägerplatte schraubst du anschließend einfach an die Wand – fertig.

Bei weiteren Fragen zu den Untergründen wende dich gerne an unseren Kundensupport.

Was du im Video lernst

  • – Warum die richtige Untergrundvorbereitung für die Haftung wichtig ist
  • – Welche Rückstände die Klebekraft beeinträchtigen können
  • – Warum Fett, Staub und lose Teile vor der Montage entfernt werden müssen
  • – Wie du die Haftung vorab testen kannst
  • – Wie du einen ungeeigneten Untergrund vorbereitest, so dass er beklebt werden kann
  • – Wann ein Materialmuster sinnvoll ist
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